peak - oil

peak-oil, ölfördermaximum oder ölförderspitze, ist eigentlich ein fachbegriff aus der erdölindustrie. er meint den zeitpunkt, an dem die förderrate eines einzelnen ölfelds oder einer förderregion ihren absoluten höchstwert erreicht. meist ist das der fall, wenn die hälfte des förderbaren öls gewonnen wurde. von diesem zeitpunkt an sinkt die förderrate eines ölfeldes kontinuierlich.

der begriff der ölförderspitze lässt sich auch auf die weltweite erdölproduktion übertragen. anhänger der peak-oil-theorie gehen davon aus, dass die erdölproduktion noch vor dem jahre 2009 ihre produktionsspitze erreichen wird (oder sie bereits erreicht hat) und danach jedes jahr um etwa fünf prozent abnehmen wird. die folgen wären dauerhaft höhere preise, nicht nur für ölprodukte selbst. gerade auch lebensmittelpreise steigen, da die industrialisierte landwirtschaft von rohölbasierten produkten wie beispielweise kunstdünger abhängig ist und erdölprodukte für energieerzeugung, transport von maschinen, geräten und fertigen produkten verwendet. verschärfend dürften sich börsen-spekulationen mit erdöl, aber auch mit landwirtschaftlichen produkten auswirken. der steigende bedarf an biokraftstoffen schließlich wird lebensmittel weiter verknappen und die preise explodieren lassen. 

industriestaaten sind vom öl abhängig

entscheidend ist dabei, ob und wann es wirklich zu einem weltweiten ölfördermaximum kommt. alle industriestaaten sind von rohölbasierten produkten und treibstoffen abhängig. anhänger der peak-oil-theorie prophezeien ein einbrechen der weltweiten versorgung mit treibstoffen und petrochemischen produkten. wirtschaftsbereiche, die auf rohöl bzw. daraus hergestellte produkte und treibstoffe angewiesen sind, müssten auf dauer höhere preise in kauf nehmen, ihren Verbrauch verringern oder effizientere technologien und andere rohstoffquellen einsetzen. dies könnte die stabilität der gesamten wirtschaft, der politischen systeme oder sogar der industriellen zivilisation insgesamt bedrohen. nur radikale verhaltensänderungen könnten katastrophale auswirkungen verhindern.

der amerikanische geologe marion k. hubbert beschrieb schon in den 1950er jahren die gesamtförderung mehrerer ölquellen in einer kurve, der sogenannten hubbert-glockenkurve. die kurve steigt zunächst stark an: zu beginn der förderung eines neu erschlossenen ölfeldes drückt leichtes öl mit großem druck nach oben. dieser druck fällt ab, nachdem etwa 10 bis 15 Prozent des insgesamt vorhandenen öls gefördert wurden, die kurve flacht jetzt ab. in der regel wird nun wasser nachgepumpt, um den druck im ölfeld zu erhöhen, so dass weitere 30 bis 40 prozent gefördert werden können. das verbliebene, zähere und dichtere öl erschwert die weitere konstante förderung. mit der einleitung von chemikalien, gasen und heißdampf wird nun versucht, noch weiteres öl zu verflüssigen und zu fördern. die ölförderkurve flacht ab und versiegt schließlich.

die anwendung der hubbert-kurve auf die weltweite ölförderung ist umstritten. hubbert selbst aber konnte bereits 1956 das us-amerikanische fördermaximum auf das jahr 1971 voraussagen. später ließ sich das modell der glockenkurve auch für die erdölproduktion norwegens bestätigen, die im Jahre 2001 ihren höhepunkt erreichte. es gibt aber auch fördergebiete, für die sich der modellierung anhand der hubberts kurve entziehen. beispielsweise wenn die ölfördermenge politisch motiviert gesteuert wird, wie etwa in den opec-staaten. die weltweite erdölförderung folgt daher nicht genau der hubbert-kurve. einige experten bewerten hubberts methode als spekulativ, da sie mit zu vielen vereinfachenden annahmen verbunden sei. ebenfalls problematisch bei der modellierung sind nur unzureichend zugängliche daten über öl-förderung und reserven. gerade die ölproduktion dominierenden opec-staaten halten derartige daten zurück. die hubbert-kurve kann also, selbst wenn sie zuträfe, nur ein annäherndes modell sein.  

die hubbert-kurve berücksichtigt ebenfalls nur unzureichend die entdeckungen von neuen ölfeldern, die sich etwa durch neue forschungsmethoden finden und erschließen lassen. so wurde erst vor wenigen tagen ein riesiges ölfeld vor der atlantikküste von brasilien entdeckt. das feld "carioca" im santos-becken soll nach aussage staatlichen brasilianischen ölgesellschaft petrobras geschätzte reserven von 33 milliarden barrel (je 159 liter) haben und wäre damit eines der größten ölfelder der welt.




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