Neubau des eigenen Wohn- und Geschäftshauses in Balingen


Erweiterung eines Möbelhauses in Reutlingen
 


Neubau eines Möbelhauses in Balingen


Neubau Einfamilienhaus mit Kleintierklinik
 


Umbau, Erweiterung und Aufstockung einer ehemaligen Textilfabrik zu einem Wohn- und Geschäftshauses in Balingen
 


Neubau eines Autohauses in Balingen

bauschäden vermeiden mit infrarothermographie und photogrammetrie

schimmel ist vermeidbar 

schimmelsporen, die samen der schimmelpilze, sind überall vorhanden. zum wachsen brauchen sie neben nährstoffen wie staub, putz, tapeten, holz vor allem feuchtigkeit. ist z. b. aufgrund eines rohrbruchs wasser in die wohnung eingedrungen oder ist die raumluft über mehrere tage zu feucht, finden die genügsamen schimmelsporen in unseren wohnungen ideale lebensbedingungen vor. je feuchter die luft ist, desto besser kann schimmel gedeihen. die ursachen können beispielsweise baumängel, fehlerhaft durchgeführte sanierungen oder unzureichendes lüften und heizen sein. schimmel vermeiden heißt deshalb: dauerhaft feuchte stellen in der wohnung verhindern und beseitigen!

so entsteht feuchtigkeit
wer feuchte flecken in seiner wohnung oder gar schimmelige stellen an decken und wänden entdeckt, sollte immer erst nach den gründen suchen und diese beseitigen. nur so kann man den schimmel auf dauer bekämpfen. mögliche ursachen sind:
  • tauwasser oder kondensat an wänden, decken und böden oder an so genannten wärmebrücken. das kondensat kann wiederum durch ungenügende wärmedämmung oder durch falsches lüften und /oder heizen entstehen.
  • bildung von kondensat in hohlräumen (z.b. ausgebauten dächern), indem feuchtwarme luft an undichten stellen in den hohlraum strömt und dort abkühlt.
  • wasser im gebäude, d.h. durchfeuchtung von wänden, decken und böden von außen (z.b. durch regen) oder von innen (z.b. durch rohrbruch) aber auch feuchte in neubauten.
da bei der bildung von kondensat häufig mehrere faktoren eine rolle spielen, kann oft nur ein fachmann vor ort die situation richtig beurteilen.

so entsteht kondensat
je wärmer die luft ist, desto mehr wasser kann sie aufnehmen. so können bei 0 grad in einem kubikmeter raumluft bis zu 4,4 g wasser gespeichert werden, bei 20° C sogar rund 17,3 g. dieses maximale wasseraufnahmevermögen wird in der praxis jedoch nur teilweise ausgeschöpft. die tatsächlich aufgenommene wassermenge in prozent ausgedrückt bezeichnet man als relative luftfeuchtigkeit. kühlt warme luft mit etwa 60 prozent relativer feuchtigkeit ab, steigt ihr feuchtigkeitsgehalt bis zu 100 prozent an. mehr wasserdampf geht nicht. die dazugehörige temperatur ist der so genannte taupunkt. kühlt sich nun die luft noch weiter ab, kann die gesamte wassermenge nicht mehr gebunden werden und es bildet sich tauwasser (kondensat). die überschüssige wassermenge geht vom dampfförmigen in den flüssigen zustand über.

kondensat an wärmebrücken
eine wärmebrücke ist eine schwachstelle im bauteil, etwa eine schlecht gedämmte außenwand. an dieser stelle fließt die wärme schneller als sonst nach außen ab, so dass die wand schneller abkühlt. dadurch bilden sich feine wassertröpfchen an der wand. genauso ist es, wenn man z.B. eine kalte wasserflasche aus dem kühlschrank nimmt: die flasche beschlägt. doch auch wer seine räume richtig beheizt und belüftet, kann den kondensationseffekt kaum vermeiden. oft hilt nur eine nachträgliche dämmung, um schimmel fernzuhalten.

insbesondere an außenecken und "rahmenwänden" für fenster (so genannte fensterlaibungen) fließt die wärme - bedingt durch die geometrische form - schneller ab. die oberflächentemperatur sinkt dort noch weiter, wenn möbel und gardinen zu nah an den außenwänden stehen bzw. hängen und dadurch die luftzirkulation behindern. kondensat entsteht aber auch aufgrund mancher baukonstruktion, beispielsweise bei einer durchgehenden balkonplatte. werden materialien mit unterschiedlicher wärmeleitfähigkeit verwendet, ergibt sich eine bauliche schwachstelle an der außenwand.

kondensat in hohlräumen
sind hohlräume wie z.b. im dach, in leichtbauwänden oder fugen zwischen fenster und wand nicht richtig abgedichtet, dringt im winter feuchte und warme luft hinein. dann kann sich dort unbemerkt schimmel bilden und das gebäude schädigen. um das zu verhindern, muss die hülle des hauses luftdicht gebaut sein.

kondensat durch falsches lüften und heizen
durch erhöhten komfort setzen wir heute in unseren wohnungen weit mehr wasserdampf frei als früher. jeder bewohner gibt täglich mehrere liter wasser durch baden, kochen, duschen usw. an die raumluft ab, die nur durch täglich mehrfaches stoßlüften wieder an die außenluft abgegeben werden können.

auch wenn zu wenig geheizt wird oder die temperaturen am heizkörper zu niedrig einstellt sind, begünstigt das die entstehung von schimmel. das gleiche gilt, wenn man heizkörper mit möbeln verstellt: die raumluft erwärmt sich nicht richtig und außenwände oder flachdächer können zu stark abkühlen.

wasser im gebäude
feuchtigkeit in der wohnung kann auch von eindringendem wasser herrühren. zum einen kann feuchtigkeit von außen eindringen, z.b. über schlecht abgedichtete kellerböden, wände oder dächer - insbesondere flachdächer. wasser kann aber auch im inneren des gebäudes austreten, etwa durch undichte wasserrohre, defekte dachrinnen und regenfallrohre oder schlecht abgedichtete badezimmer.

feuchtigkeit tritt häufig auch bei neubauten auf. beton, putze und estrich enthalten sehr viel wasser, das erst im laufe von zwei bis drei Jahren vollständig verdunstet. gerade hier gilt: nur durch ausgiebiges lüften und angemessenes heizen wird die feuchtigkeit wieder nach außen transportiert.

schimmel ist ungesund
schimmelpilze können auf den menschlichen organismus giftig wirken und zu allergien oder infektionen führen. das risiko, an asthma zu erkranken, ist erhöht. dabei kann man den pilzbefall durchaus vermeiden. um ein gesundes raumklima zu schaffen, müssen wohnungen insbesondere ausreichend mit frischluft versorgt werden. nur so können den organismus belastende wohngifte wie ausdünstungen aus baumaterialien, kunststoffe, kleber oder tabakrauch an die außenluft abgegeben werden. aber auch feuchte, verbrauchte luft und küchengerüche sollten durch regelmäßiges lüften oder über eine lüftungsanlage nach außen transportiert werden.

das ideale raumklima - für den menschen wie für die bausubstanz - liegt zwischen 40 und 60 prozent relativer feuchtigkeit bei ca. 20 grad. sinkt die luftfeuchtigkeit unter 30 prozent ab, kann die trockene luft die schleimhäute reizen. bei einer zu hohen luftfeuchtigkeit bildet sich dagegen schimmel. allerdings gibt es hierführ keine grenzwerte. so bereiten in einem gut gedämmten haus kurzzeitig 70 prozent relativer luftfeuchtigkeit vielleicht keine probleme, während bei schlechter dämmung an kalten tagen schon 50 prozent zu viel sein können. in räumen mit zwei außenwänden sowie in küche und bad sollte die luftfeuchte unter der 50-prozent-marke bleiben. im frühjahr und herbst ist auch etwas mehr erlaubt.

idee: mit hygrometern lässt sich die raumfeuchtigkeit leicht kontrollieren. messen sie die werte am besten in der raummitte. je höher die feuchtigkeit, desto mehr sollten sie lüften.

schimmel schädigt die bausubstanz
wohnungen und häuser sind langlebige wirtschaftsgüter und müssen immer wieder gepflegt und gewartet werden. je älter das gebäude ist, desto mehr schäden treten gewöhnlich an den tag. für den großteil aller bauschäden ist eingedrungene feuchtigkeit verantwortlich, die beispielsweise durch frost, korrosion, verwitterung oder salztransport in die räume gelangt.

regelmäßige modernisierungen des gebäudes helfen, die feuchtigkeit draußen zu lassen. sind bereits schäden erkennbar, sollte die bausubstanz des hauses instand gesetzt werden. das schützt nicht nur wirksam vor schimmel, sondern senkt auch den heizkostenverbrauch. ein angenehmer nebeneffekt: langfristig lässt sich ein in schuss gehaltenes objekt auch besser vermieten.

häufig kann man nur schwer feststellen, wer bzw. was den schimmel verursacht hat: der bewohner oder eine mangelhafte baukonstruktion. da meistens mehrere faktoren eine rolle spielen, ist eine auseinandersetzung darüber zwischen mieter und vermieter oft schwierig beizulegen. rechtlich grenzt man nach gefahrenbereichen ab. kommt es zum streit vor gericht, muss zunächst der vermieter alle ursachen für die feuchtigkeitsschäden ausräumen, die aus seinem verantwortungsbereich herrühren könnten. gelingt ihm der beweis, ist der mieter in der pflicht: dieser muss nun beweisen, dass die feuchtigkeitsschäden nicht von ihm verursacht wurden (bgh, urteil vom 10.11.2004, az. XII ZR 71/01).

einem streit vorzubeugen ist immer besser. zeichnet sich zwischen mieter und vermieter eine auseinandersetzung wegen schimmel ab, sollten die beteiligten auf jeden fall schon im vorfeld das persönliche gespräch miteinander suchen.





Home
Idee
Geschichte
Projekte
Energie
Thermographie
Gutachten
Hausverwaltung
Altbausanierung
Online-Rechner
Photogrammetrie Architekturvermessung

diagnostik

bauen ist vertrauenssache